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 Grundlagen der Lichtwellenleiter-Technik
   
Seit der Entwicklung der Glasfasertechnologie in den 60er Jahren, werden Sprach- und Computerdaten zunehmend über Lichtwellenleiter- Kabel übertragen. Der Begriff Lichtwellenleiter ist in der DIN 47002 und VDE 0888 (siehe Kurzzeichen S. 63) genormt und besagt, dass es sich um einen Leiter handelt, in dem moduliertes Licht übertragen wird. Der Leiter kann aus Glasfaser oder Kunststoff bestehen und zeichnet sich bspw. durch seine extrem hohe Übertragungsrate aus, die bis zu mehrere Milliarden bit/s betragen kann. LWL sind unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Störungen, weitestgehend abhörsicher und haben, wenn sie aus Glas bestehen, extrem geringe Dämpfungswerte.

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Faserherstellung

Ausgangsmaterial für die Glasfaserherstellung ist Quarzglas, welches durch verschiedene Abscheideverfahren mittels Gas- und Wärmezufuhr in eine Vorform gebracht wird. Zum Ausziehen der Faser wird der fertige Grundkörper in einem Ziehturm aufgehängt (vgl. Abb.). Die Höhe eines Ziehturms beträgt etwa 5m, wobei das Ende der Vorform auf 200 °C erhitzt wird, um das Ende zu greifen und die Faser herauszuziehen. Während des Ziehvorgangs bleiben die geometrischen Verhältnisse der Vorform erhalten, sodass in der Faser ein verkleinertes Abbild der Vorform entsteht. Kurz nach dem Abzug wird auf die Faser eine erste Schutzschicht aufgetragen und mit UV-Licht ausgehärtet. Dieses sogenannte Primärcladding soll die Faser vor schädlichen Einflüssen schützen, bevor Sie aufgetrommelt wird.

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